Betrogene Hoffnungen. Düren zwischen Aufbruch und Weltwirtschaftskrise 1919-1929

In dieser Ausstellung widmet sich das Stadtmuseum Düren der Zeit zwischen den Weltkriegen. Eine Zeit tiefgreifender und umfassender Veränderungen in allen Lebensbereichen. Neben den politischen Aspekten der Besatzungs- und Separatistenzeit sowie der Befreiungsfeier 1929 wird das tägliche Leben von der Freizeitgestaltung über die kulturellen Veränderungen bis zum Konsumverhalten ebenso thematisiert wie die Armut, die für viele Dürener bittere Realität war.

Auch das Stadtbild erfährt umfangreiche Veränderungen. So werden große Teile des Grüngürtels in den 1920er Jahren erbaut und sind in großen Teilen heute erhalten. Auch in zahlreichen anderen Ecken werden Neuheiten in Angriff genommen - die Dreigurtbrücke in Düren z.B. ist die erste weltweit.

Natürlich werden auch die wirtschaftlichen Entwicklungen von Notgeld über Hyperinflation bis zur Weltwirtschaftskrise mit ansprechenden Exponaten dargestellt. Welche Auswirkungen hatten sie auf Dürener Unternehmen? Aber auch, welche Neuheiten gab es in der Produktion z.B. bei Anker Teppich?

     

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Von Brauern und Wirten - Dürener Biergeschichte(n)

Die Dürener Gaststätten und Wirtshäuser beherbergen und bewirten seit Jahrhunderten die Gäste unserer Stadt. Doch sie schaffen nicht nur Reisenden ein (vorübergehendes) Heim und den Bewohnern Dürens gemütliche Treffpunkte, sondern waren und sind ebenso für Vereine aller Art unentbehrliche Lokalitäten. Sie boten einen Ort zum Austausch, und auch zur Zurschaustellung von Kuriositäten. Beispielsweise im Dezember 1845, als in der Gastwirtschaft „Zur Eule“ in der Kämergasse ein Kalb mit zwei Hinterteilen und acht Füßen gegen Gebühr besichtigt werden konnte. In ihnen fanden Konzerte und Theateraufführungen statt. Damals wie heute sind sie Ausdruck ihrer Zeit, Teil der Kultur ihrer Stadt und prägen insofern nicht nur die einheimische Bevölkerung, sondern gerade auch die auswärtigen Gäste, die in ihnen verkehren. Und wenn sie sprechen könnten, würden sie bestimmt die eine oder andere Anekdote erzählen können.

Das Stadtmuseum Düren hat sich diesem Thema in der neuen Ausstellung „Von Brauern und Wirten – Dürener Biergeschichte(n)“ angenommen. Denn es gibt noch zahlreiche solcher Geschichten zu erzählen. Geschichten von Gaststätten, Hotels und Brauereien, die man heute noch kennt. Und Geschichten von Lokalen und Wirtshäusern, die im Laufe der Jahre aus der Erinnerung verschwunden sind. Viele von ihnen können seit dem 25.10.2020 in der neuen Ausstellung „Von Brauern und Wirten – Dürener Biergeschichte(n)“ im Dürener Stadtmuseum nachverfolgt werden.

16. November 1944

Am Nachmittag des 16. November 1944 zerstörte die Royal Airforce im Zuge der Operation Queen die Stadt Düren. In weniger als einer halben Stunde legten Bomben Düren in Schutt und Asche. 3126 Menschen kostete der Luftangriff offiziell das Leben, mehr als 90 % der Innenstadt wurden zerstört. Der 16. November 1944 markiert vorerst das traurige Ende einer einst stolzen Stadt.

Der kleine Ausstellungsraum ist als dauerhaft installierter Gedenkraum für diesen wichtigen Tag der jüngeren Dürener Geschichte konzipiert. Bild- und Filmmaterial sowie umfangreiche Augenzeugenberichte dokumentieren die Ereignisse rund um die Zerstörung der Stadt. Eine reichhaltig bebilderte Broschüre zum Thema Zerstörung und Wiederaufbau Dürens ist im Stadtmuseum erhältlich.

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