"Armut in Düren"

Armut, auch und besonders in Düren, ist nicht zu übersehen. Seit Längerem zeigt sie sich nicht nur an speziellen Orten, sie ist eingekehrt in das Alltagsleben vieler Menschen in Düren. Armut ist damit ein Teil der Stadtgeschichte geworden. Doch ist sie das nicht schon immer gewesen?

Um zu verstehen, was Armut für Einzelne und die Gemeinschaft bedeutet, und wie aus der einstigen (vermeintlichen) „Stadt der Millionäre“ eine Stadt mit großen Armutsproblemen in der Bevölkerung werden konnte, wurde zum Internationalen Museumstag 2026 im Stadtmuseum Düren eine neue Ausstellung eröffnet.

In dieser Ausstellung „Armut in Düren“ können sich Jung und Alt über ganz verschiedene Vermittlungsebenen nicht nur über vergangene Jahrzehnte informieren, sondern zudem einen ganz aktuellen Blick auf die Dürener Stadtgesellschaft erhalten. Es geht dabei nicht darum, Menschen zu stigmatisieren, sondern – im Gegenteil – Augen und Herzen für die stetig an gesamtgesellschaftlicher Relevanz zunehmende Thematik zu öffnen, Verständnis zu schaffen und die Besucherinnen und Besucher im Idealfall mit einem neuen Blick auf die Stadt und ihre Menschen aus der Ausstellung zu entlassen.

Unterstützt wird die Ausstellung von der Stadt Düren, der RKP-Stiftung sowie dem Lions Club Düren-Rurstadt.

"Mach' dir ein paar schöne Stunden - Dürener Kinogeschichte(n)"

In unserer Ausstellung rund um das Thema der Dürener Kinogeschichte begeben wir uns auf die Spur des beliebten Freizeitvergnügens in unserer Stadt, von 1897 bis heute. Wo gab es die ersten Kinosäle und welche Kinos folgten im Laufe der Jahrzehnte? Welche Filme wurden dort gezeigt? Was ist ein Wanderkino und wo konnten Jugendliche Filme schauen?

Neben einem kurzen Blick auf die technische Entwicklung des Mediums Film werden mit Sybille Schmitz (1909-1955) und Marita Breuer (*1953) dann auch zwei gebürtige Dürener Schauspielerinnen in den Fokus gerückt.

Viele Ausstellungsstücke, vom historischen Kinoticket, über Filmrollen bis hin zu Popcorneimern aus unserem heutigen Multiplex-Kino werden gezeigt. Nehmen Sie in den originalen roten UT-Kinosesseln Platz und lassen sich überraschen, welche Erinnerungen an Ihre Dürener Kinobesuche wach werden!

Die Ausstellung entstand mit freundlicher Unterstützung der SWD-Kulturstiftung.

„Och, wat wor dat fröher schön … Das alte Düren im Modell“

In der Sonderausstellung „Och, wat wor dat fröher schön … Das alte Düren im Modell“ wird die Vielzahl der von Josef Winthagen gebauten Modelle des alten Düren erstmals in einer Gesamtschau der Öffentlichkeit präsentiert.

„Für das alte Düren, so wie ich es als Kind kennengelernt habe, schlägt mein Herz“, sagt der Rölsdorfer Josef Winthagen (*1932). „Die junge Generation kann sich von der Pracht unserer historischen Altstadt gar kein Bild mehr machen. Wenn meine Generation weg ist, verschwinden die Erzähler aus jener Zeit“. Die Idee, das alte Düren im Modell nachzubauen, reifte 2008 in ihm. Der damals 76-Jährige machte sich an die Arbeit und begann in seiner heimischen Werkstatt mit Holz, Feinwerkzeug, Schräubchen, Leim und Farbe zu experimentieren. Als erstes Übungsobjekt baute er sein eigenes Wohnhaus nach – und fing Feuer für sein neues Hobby. Seitdem folgten rund 40 Modelle historischer Dürener Gebäude, die in der Regel die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg nicht überlebt haben.

Sein Hauptwerk ist zweifelsohne das Stadtmodell nach der Vogelschauansicht von Wenzel Hollar im Jahr 1634. Rund 1.500 Stunden Arbeit flossen in die dreidimensionale Rekonstruktion der Straßenzüge, Gebäude, Plätze, Wasserläufe und der Stadtbefestigung. 763 Häuser, genauso viele, wie Wenzel Hollar in seinen Plan eingezeichnet hatte, baute Winthagen nach. Häuserblock für Häuserblock arbeitet er sich voran. Die Mühen haben sich gelohnt: Seit der Museumsöffnung 2009 bildet dieses Modell das wichtigste Ausstellungsobjekt. Und viele weitere Modelle folgten.

Seit September 2021 zeigt das Stadtmuseum in dieser Ausstellung die in den Jahren zusammengekommene Vielfalt an Modellen und macht sie den Besuchern erstmals in diesem Umfang zugänglich.

Unterstützt wird die Ausstellung von der Bürgerstiftung Düren.

"Düren 1634 – Eine Zeitreise"

Pünktlich zum Internationalen Museumstag 2024 konnten wir die neue digitale Ausstellung „Düren 1634 – Eine Zeitreise“ eröffnen. Gezeigt werden darin u.a. kurze Filmsequenzen über virtuell rekonstruierte Dürener Innenstadt-Plätze in verschiedenen Zeitabschnitten (der Kaiserplatz 1965, der Ahrweilerplatz und Hoeschplatz 1910, der Markt 1634) und virtuelle Modelle von historischen Dürener Gebäuden, die jeweils von dem Dürener 3D-Designer Harald Thiel erstellt wurden.

Auch ein Zusammenschnitt der digitalen Rekonstruktion des alten Dürener Stadttheaters von Axel Leroy kann dort betrachtet werden.

Die Ausstellung kann immer während der Öffnungszeiten des Museums sonntags besucht werden.

16. November 1944

Am Nachmittag des 16. November 1944 zerstörte die Royal Airforce im Zuge der Operation Queen die Stadt Düren. In weniger als einer halben Stunde legten Bomben Düren in Schutt und Asche. 3126 Menschen kostete der Luftangriff offiziell das Leben, mehr als 90 % der Innenstadt wurden zerstört. Der 16. November 1944 markiert vorerst das traurige Ende einer einst stolzen Stadt.

Der kleine Ausstellungsraum ist als dauerhaft installierter Gedenkraum für diesen wichtigen Tag der jüngeren Dürener Geschichte konzipiert. Bild- und Filmmaterial sowie umfangreiche Augenzeugenberichte dokumentieren die Ereignisse rund um die Zerstörung der Stadt. Eine reichhaltig bebilderte Broschüre zum Thema Zerstörung und Wiederaufbau Dürens ist im Stadtmuseum erhältlich.

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