Digitale Ausstellung „Auf der Suche nach Heimat - Sportvereine von "Gastarbeitern" in Düren“ in der DDB

Die Hauptausstellung des Stadtmuseums "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt" nimmt die BesucherInnen mit auf eine Zeitreise und zeigt auf, wie sich die Dürener Stadtgesellschaft innerhalb der letzten 150 Jahre durch den Zuzug von Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt permanent wandelt und das alltägliche Zusammenleben bis heute bereichert.

Ein sehr wichtiges Kapitel ist dabei auch die Zeit des sogenannten "Wirtschaftswunders" ab den 1950er Jahren, als in der Bundesrepublik Deutschland Mangel an Arbeitskräften herrschte und folglich Männer und Frauen aus dem Ausland gezielt angeworben wurden. Diese sogenannten "GastarbeiterInnen" aus Italien, Griechenland, Spanien, Jugoslawien oder der Türkei verließen ihre Heimat und kamen u.a. auch nach Düren. Hier fanden sie zwar direkt verschiedene Anstellungen, die deutsche Sprache oder die rheinische Mentaliät waren diesen Männern und Frauen fremd. Sie betraten mit dieser Stadt wahrhaftiges "Neuland".

In der virtuelle Ausstellung „Auf der Suche nach Heimat - Sportvereine von "Gastarbeitern" in Düren“ in der Deutschen Digitalen Bibliothek erfahren die BesucherInnen, welche besondere Rolle der Sport und insbesondere der Fußball für diese Männer in den 1960er und 1970er Jahren spielte. Vom Stadtmuseum konzipierte und mit Hilfe von DDBstudio, einem Ausstellungswerkzeug der Deutschen Digitalen Bibliothek erstellt, ist diese virtuelle Ausstellung online verfügbar. Über diesen Link kann man sich kostenlos und so oft man möchte in die Ausstellungsinhalte vertiefen. Eine vielfältige Mischung aus historischem Bildmaterial und Filmsequenzen bietet somit einen ganz persönlichen Eindruck von der damalige Lebenswelt dieser Menschen in Düren.


Diese Erweiterung des digitalen Repertoires des Stadtmuseums Düren wurde dank der freundlichen Unterstützung der Dürener RKP-Stiftung möglich.

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Digitale Schillings-Ausstellung in der DDB

Im Januar 1921 verstarb in Berlin der Gürzenicher Afrika-Forscher Carl Georg Schillings. Das Stadtmuseum Düren plante anlässlich des 100. Todestags dieses berühmten Sohns der Stadt Düren verschiedene Veranstaltungen sowie eine Ausstellung, die aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden mussten. Ein Jahr später konnte die Ausstellung „Jäger, Forscher, Naturschützer – Auf den Spuren von Carl Georg Schillings“ eröffnet werden.

Wer es nicht geschafft hat, sich die „analoge“ Präsentation im Stadtmuseum Düren anzuschauen oder sich noch intensiver mit Carl Georg Schillings und seinem Leben auseinandersetzen möchte, kann dies ganz einfach von zu Hause oder unterwegs aus tun! Die gleichnamige virtuelle Ausstellung „Jäger, Forscher, Naturschützer – Auf den Spuren von Carl Georg Schillings“, die mit Hilfe von DDBstudio, einem Ausstellungswerkzeug der Deutschen Digitalen Bibliothek erstellt wurde, ist online verfügbar. Über diesen Link kann man sich kostenlos und so oft man möchte in die Ausstellungsinhalte vertiefen. Diese bestehen aus einer vielfältigen Mischung aus historischem Bildmaterial, Filmsequenzen, 3D-Objekten sowie drei etwa 120 Jahre alten Tonaufnahmen, u.a. mit Schillings‘ Originalstimme, jeweils verbunden mit informativen Textbeiträgen.

Diese Erweiterung des digitalen Repertoires des Stadtmuseums Düren wurde dank der freundlichen Unterstützung der Dürener RKP-Stiftung möglich.

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Digitaler Tag des Offenen Denkmals 2020

Das Kölntor

Die Stadtmauer-AG des Stiftischen Gymnasiums Düren, der Modellbauer Josef Winthagen und das Stadtmuseum Düren rekonstruieren in einem Gemeinschaftsprojekt seit 2019 die alte Dürener Stadtbefestigung.

Josef Winthagen arbeitete über 100 Stunden an der Rekonstruktion des alten Stadttores in Holz. Auf der Grundlage von historischen Abbildungen fertigte er Zeichnungen an, schnitzte die einzelnen Bauteile, malte diese an und setzte das Tor Stein für Stein zusammen. In der Zwischenzeit recherchierten die emsigen Schüler den historischen Hintergrund zum Kölntor, suchten Bildmaterial zusammen und gossen alle Informationen in einen Text. Das Ergebnis sehen Sie in Form dieses kurzen Infofilms.

Das Modell des Kölntors ist am 13. September im Stadtmuseum Düren zu sehen (11-17 Uhr).

 

Übrigens: Der auf dem Schulgelände des Stiftischen Gymnasiums liegende Abschnitt der Stadtmauer zwischen Dickem Turm und Grönjansturm wird am Tag des Offenen Denkmals in Wort und Bild auf der Homepage der Schule präsentiert www.stiftisches.de

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Die Drehscheibe am Bahnhof

Die Drehscheibe am Bahnhof Düren steht wie das Bahnhofsgebäude unter Denkmalschutz. Sie liegt hinter der Rückseite des Gebäudes nahe Gleis 1. Gebäude und Drehscheibe stammen aus dem Jahr 1874. Mithilfe dieser Drehscheibe wurden Lokomotiven nach Ankunft im Bahnhof Düren in die entgegengesetzte Fahrtrichtung gedreht. Mit Veränderung der Streckenführung war die Drehscheibe im Jahr 2000 vom Schienennetz getrennt worden und verfiel.

Ein ehrenamtliches Team vom Stadtmuseum Dürener nahm sich von 2013 – 2015 dieser Perle der Eisenbahngeschichte an und erweckte die verwilderte Anlage aus ihrem Dornröschenschlaf. Unter der Leitung von Dieter Fücker verhalf das Team in tausenden Stunden der alten Drehscheibe zu neuem Glanz. Dieser Infofilm dokumentiert die aufwendigen Arbeiten.

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Virtueller Rundgang durch das Stadtmuseum Düren

Das Stadtmuseum Düren bequem vom heimischen Sofa aus kennenlernen und einen Eindruck von den Ausstellungen gewinnen - das ist möglich mit Hilfe unseres neuen virtuellen Museumsrundgangs. Spazieren Sie durch unsere Räume, werfen Sie einen Blick in die laufenden Ausstellungen und tauchen Sie ein in unser HistoLab, unseren Erfahrungs- und Spielraum für Kinder.

Lassen Sie sich ausgewählte Objekte in kurzen Hörtexten erläutern oder erforschen Sie unser großes Stadtmodell in einer 3D-Ansicht und ziehen durch die Straßen von Düren Anno 1634.

Wenn Sie anschließend noch mehr über unsere Ausstellungen erfahren möchten, freuen wir uns bald wieder über Ihren Besuch in der Wirklichkeit!

 

 

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Wie Phoenix aus der Asche...

Dürens Altstadt ging im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs weitgehend und unwiederbringlich verloren. Mit Hilfe von digitalen Technologien ist das verschwundene Gesicht unserer Stadt wieder zum Leben zu erwecken - zumindest im virtuellen Raum. Das Stadtmuseum Düren nimmt sich mit Unterstützung des 3D-Designers Harry Thiel der digitalen Rekonstruktion der verlorenen Dürener Bausubstanz schrittweise an. Mit diesem Angebot stärkt das Museum in einem fortlaufenden Prozess sein Angebot digitaler Kulturvermittlung.

Einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten, welche die digitale Rekonstruktion verlorener Bauwerke bietet, liefert die Plattform Sketchfab. Dort lässt Harry Thiel (teil-)zerstörte Bauten wie Phoenix aus der Asche wieder auferstehen...Wie z.B. das ehemalige Kapuzinerkloster im Bild. 

 

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Pilotprojekt Annakirche in 3D

Digitale Rekonstruktion der Annakirche um 1930

In einem ersten Pilotprojekt schuf Harry Thiel 2019 ein virtuelles, dreidimensionales Modell der Dürener Annakirche um 1930. Dürens größte und älteste Pfarrkirche wurde im Laufe der Jahrhunderte stetig ausgebaut und vergrößert, besonders nach der "Ankunft" des Annahaupts im frühen 16. Jahrhundert, als Düren ein wichtiger Wallfahrtsort in der Region wurde. 

Die verschiedenen baulichen Etappen der Kirche können mithilfe dreidimensionaler digitaler Rekonstruktionen ideal dargestellt werden. Detailgetreue Nachbildungen vermitteln dabei einen präzisen Eindruck des Kirchenbaus und dessen Veränderungen, was historische Fotografien nicht immer in dieser Anschaulichkeit vermögen. Virtuelle Rekonstruktionen sind somit in der Vermittlungsarbeit von großem Nutzen, insbesondere gegenüber einem jungen Zielpublikum.

Nach der Rekonstruktion der Außenansicht der alten Annakirche um 1930 werden weitere Ansichten des Kirchenbaus, einschließlich dessen Innenansicht, geschaffen.