Aktuelles

Im April 1975 endet der Vietnamkrieg mit der Einnahme Saigons durch den Vietcong und dem Abzug der amerikanischen Soldaten zugunsten von Nordvietnam. Mit dem Sieg der Kommunisten beginnt eine Hatz auf potentielle „Feinde“: Mitarbeiter der früheren südvietnamesischen Regierung, Angehörige der Armee und sogenannte Kapitalisten. Wer immer ihnen verdächtig erscheint, schicken die neuen Machthaber in ihre „Umerziehungslager“. Viele überleben diese Prozedur nicht. Ab 1978 verstaatlicht die neue Regierung zudem wichtige Wirtschaftszweige und überführt Privatbetriebe in Kooperativen, um sich von der Öffnung der Volksrepublik China für den Kapitalismus abzusetzen und den wachsenden Einfluss erfolgreicher Unternehmer einzudämmen.

Die Folge: Etwa 1,5 Millionen Vietnamesen fliehen mit Booten über das Südchinesische Meer. Mehr als 10.000 von ihnen können im Laufe der Jahre durch die "Cap Anamur" gerettet werden. Der Frachter, der im Rahmen des von Rupert Neudeck ins Leben gerufene Projekt "Ein Schiff für Vietnam" zum Hospitalschiff umgebaut worden ist, wird zum Symbol für die vielen Hilfs- und Spendenaktionen, die in der Bundesrepublik Deutschland entstehen. Auch die Dürener Bevölkerung nimmt großen Anteil am Schicksal der sogenannten "Boat People". Gemeinsam mit dem Diözesan-Caritas-Verband des Bistums Aachen sorgen sie u. a. dafür, dass in Wenau bei Langerwehe sechs vietnamesische Familien aufgenommen werden können, die ein neues Zuhause im Kreis Düren finden.

Mehr zum Schicksal der "Boat People" und viele weitere spannende Objekte und Geschichten rund um das Thema Migration finden Sie in unserer neuen Ausstellung "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt", die immer sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen ist.

Am 26. September 2021 um 11 Uhr lädt das Stadtmuseum alle Interessierten zu einer kostenlosen, öffentlichen Führung durch die Ausstellungen "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt", "Och, wat wor dat fröher schön...Das alte Düren im Modell" sowie "Von Brauern und Wirten - Dürener Biergeschichte(n)" ein.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich unter 02421-121 59 25 oder info@stadtmuseumdueren.de für die Führung anmelden. Die Teilnahme an der Führung ist wie immer kostenfrei. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist obligatorisch. Es gilt die 3G-Regel.

Das Verbandsstoffwerk Dr. Degen & Kuth, die Dürener Metallwerke, Zuckerfabrik und Schlachthof, das ehemalige Elektrizitätswerk, die Glashütte Peill & Putzler – das sind bis heute Zeugnisse der einst hier ansässigen Dürener Industrie. Bernd Hahne hat sich intensiv mit der Industriegeschichte befasst und wird viele Fakten und Anekdoten berichten, z.T. aus eigenem Erleben in der Straße. Die Exkursion endet in der weitgehend erhaltenen "Hütte 3" der Glashütte Peill & Putzler.

Kosten: 5 Euro, Jugendliche frei

Weitere Informationen finden Sie hier.

Am Sonntag, dem 3. Oktober 2021, bieten wir nach einer langen, Corona bedingten Pause wieder den Familienforschersonntag der WGfF im Stadtmuseum an.

Bitte beachten Sie: Bis auf Weiteres ist für diese Veranstaltung eine Anmeldung erforderlich. Das entsprechende Formular sowie weitere Informationen finden Sie hier auf der Homepage oder als Papierausdruck im Stadtmuseum.

Der Museumseintritt ist frei, die Beratung kostenlos, über eine Spende fürs Stadtmuseum freuen wir uns.

Wir sind ein Team von erfahrenen, ehrenamtlich tätigen Familienforschern, stehen zur Beratung der Besucher bereit und versuchen bei der Spurensuche weiterzuhelfen und andere für unser schönes Hobby zu begeistern.

Interessierte sollten ihre Unterlagen wie Familienstammbuch, Ahnentafel und Urkunden usw. mitbringen. Wer möchte, kann unter fachkundiger Anleitung im Internet nach seinen Vorfahren suchen. Wir können Lesehilfen geben und vielleicht gelingt es uns gemeinsam, bisher nicht entzifferte Texte aufzulösen.
Angesprochen ist sowohl der Anfänger, der eine Starthilfe benötigt, Forscher mit und ohne Computer, wie auch der erfahrene Forscher, der bisher dem Internet skeptisch gegenüber stand oder der sich einfach nur austauschen möchte.

Parkplätze finden Sie an der Straße oder am Bahnhof (über Lagerstr.).

Nächster Termin: 07.11.2021

Seit dem 3. und 5. September sind die beiden neuen Ausstellungen des Stadtmuseums offiziell eröffnet.

Die Sonderausstellung "Och, wat wor dat fröher schön... Das alte Düren im Modell" sowie die Ausstellung "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt" können nun jeweils sonntags von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Gemäß der geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ist der Museumszutritt nur mit 3G-Nachweis (getestet, genesen, geimpft) möglich.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen des Stadtmuseums finden Sie hier.

Das „Spuren“-Heft 42 ist frisch aus der Druckerei gekommen, d.h. die Exemplare sind nun an allen üblichen Auslagestellen zu finden.

Titelthema ist ein Beitrag von Peter Gasper, in dem er die Gefangenschaft seines Vaters in bewegenden Worten und mit eindrucksvollen Zeichnungen darstellt. Bernd Hahne lüftet ein wenig das Geheimnis um das „Cantulia-Männchen“ im Dürener Stadtpark und Josef Winthagen und Anne Krings werfen einen Blick auf die kommende Ausstellung mit Modellen untergegangener Dürener Gebäude. Das Angebot an kommenden Stadtrundgängen und der Bericht aus dem Stadtmuseum runden das Heft ab, das wie immer kostenlos an zahlreichen Stellen zur Mitnahme ausliegt.