Aktuelles

In den vergangenen Wochen ist im Projekt wieder einiges passiert: Neben der weiteren Ausmodellierung der virtuellen Rekonstruktionen einstiger Dürener Plätze und der Überfliegung der heutigen Dürener Innenstadt, bei der für die Programmierer wertvolle 3D-Aufnahmen herauskamen, wurden an anderer Stelle in Punkto mögliche Charaktere und Dialoge die Köpfe zum Rauchen gebracht.

Welche Figuren sind für unsere VR-Anwendung denkbar, welche Art von Kleidung könnten sie tragen, in welcher Beziehung stehen sie zueinander, welche Rolle spielen sie in der Handlung des Spiels – und: WAS sollen sie zueinander (und zum Spieler) sagen?

Mehr Informationen erhalten Sie dazu im projekteigenen Blog.

Die Vorbereitungen zu unserer neuen Ausstellung "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt", die am 5. September 2021 eröffnet werden soll, laufen weiterhin auf Hochtouren. Auch unsere Vitrinen füllen sich immer mehr mit Objekten und Dokumenten rund um das Thema Migration in Vergangenheit und Gegenwart. Unter den Gegenständen finden sich allerlei persönliche Erinnerungsstücke, die uns leihweise zur Verfügung gestellt werden und an die spannende, schöne und auch traurige Geschichten geknüpft sind, z. B. dieser kleine Freund aus der ehemaligen DDR - eine Plüschfigur von "Unserem Sandmännchen", einer Kinderserie, die seit 1959 in der DDR produziert wurde -, der bei einer Reise ohne Wiederkehr in den Westen mit dabei war.

Wir freuen uns sehr, bald all diese Geschichten erzählen zu dürfen!

Seit 1990 hat der Kölner Künstler Gunter Demnig in Deutschland und im europäischen Ausland etwa 75.000 Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des NS-Regimes vor deren früheren Häusern verlegt. Auf den kleinen Messingtafeln bekommen die Opfer ihren Namen wieder. Ihre Identität und ihr Schicksal, soweit bekannt, werden ablesbar.

In Düren wurden - organisiert durch die Initiative "Stolpersteine in Düren" - zwischen 2005 und 2008 bei fünf Besuchen von Demnig mehr als 60 Stolpersteine verlegt. 2011 und 2017 wurden noch einmal 15 Stolpersteine im Westen und Norden der Stadt verlegt.

Bei diesem Rundgang werden etwa 15 Stellen im engeren Stadtgebiet aufgesucht, wo bis in die NS-Zeit jüdische Familien wohnten. Durch die Namen und Daten auf den Stolpersteinen werden deren Identitäten ablesbar. Fotos aus der damaligen Zeit illustrieren die Berichte.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der VHS Rur-Eifel durchgeführt.

Zeit: 14 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden)

Referent: Ludger Dowe

Treffpunkt: Gutenbergstr. 16, am Langemarckpark/Nähe Bahnhof

Entgelt: 5 € (Jugendliche frei)

Anmeldung: info@stadtmuseumdueren.de oder 02421 - 121 59 25

Das Stadtmuseum Düren versteht sich als offenes Haus und möchte das kulturelle Erbe Dürens nicht nur schützen und bewahren, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Sammlung ist das Herzstück des Museums und seiner Arbeit. Jedoch war sie bisher für die Öffentlichkeit weitgehend verborgen. In den wechselnden Ausstellungen sowie bei besonderen Veranstaltungen und Projekten kann stets nur ein Bruchteil der tatsächlich vorhandenen Bestände gezeigt und den Museumsbesuchern zugänglich gemacht werden. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie war auch dies in den letzten Monaten nicht realisierbar.

Daher kam im Stadtmuseum Düren die Idee einer ganz neuen digitalen Präsentation der Sammlung im Internet auf. Dies bietet die Möglichkeit, ein deutlich breiteres Spektrum der Bestände zu präsentieren, unabhängig der Öffnung oder Schließung des Museums. Der Erfolg und die Reichweite einzelner bisher erfolgter Einblicke in die Sammlung über die Museums-Homepage oder die sozialen Medien beweisen: Das Interesse und die Identifizierung innerhalb der Dürener Bevölkerung mit dem Stadtmuseum und seiner Sammlung ist bereits jetzt sehr groß.

Das Förderprogramm „Neustart“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), an dem das Stadtmuseum durch die Vermittlung des Dürener Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel erfolgreich teilnehmen konnte, machte die Umsetzung des Plans möglich. Das Ziel des Programms ist es, die Zugänglichkeit von Kultureinrichtungen und deren Vermittlungsangebote auch in Zeiten der Corona-Pandemie nachhaltig zu sichern und gemeinsam mit der Kultur gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe zu fördern.

Anfang Juni besuchten der Bundestagsabgeordnete des Kreises Düren Thomas Rachel und Susanne Hempel aus dem Dürener Stadtrat das Stadtmuseum Düren und verschafften sich einen Einblick in die neue Präsentation der Sammlung. Das Museumsteam hatte dabei die Gelegenheit, weitere spannende Projekte, die im Laufe des vergangenen Corona-Jahres entstanden bzw. für die Zukunft geplant sind, zu präsentieren. Das lebhafte und ideenreiche Gespräch zeugte vom Interesse der Besucherinnen und Besucher an der Arbeit und der Zukunft des Dürener Museums. Als Dankeschön für den Besuch erhielten die Dürener Politikerinnen und Politiker eine druckfrische Ausgabe der umfangreichen Publikation „Heimatfront“, die sich mit allen Aspekten des Alltagslebens der Dürener Bevölkerung in der Zeit des Ersten Weltkrieges beschäftigt. Das dreibändige Werk, das im Frühjahr 2021 erschienen ist, kann im lokalen Buchhandel, im Stadtmuseum Düren oder direkt über den Verlag Hahne-Schloemer zum Preis von 39,95 Euro erworben werden.

Über die Fortschritte des Projektes „Unsere Sammlung, unsere Stadt – Museumsobjekte gehen online“ informiert das Stadtmuseum Düren regelmäßig über die Lokalpresse sowie die Homepage und die Social-Media-Kanäle des Museums.

Einen kurzen Hinweis auf unsere Geocaching-Touren sendete der WDR in der Lokalzeit aus Aachen am 27. Mai 2021. Der Beitrag beginnt bei Minute 22:37.

Alle unsere Geocaching-Touren finden Sie hier.

Am 6. Juni ist es endlich soweit: Das Stadtmuseum Düren öffnet sonntags wieder seine Tore!

Der Besuch ist bis auf Weiteres mit gewissen Einschränkungen verbunden:

Vorerst öffnet das Museum nur von 11 bis 14 Uhr. Zum Zweck der Nachverfolgung werden bei Betreten des Museums die Kontaktdaten erhoben. Eine Terminbuchung ist momentan nicht erforderlich.

Die Vorlage eines negativen Corona-Tests ist aktuell nicht notwendig, das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes aber weiterhin obligatorisch. Es gilt außerdem, eine Handdesinfektion beim Betreten des Hauses und die Einhaltung von 1,50 m Abstand zu anderen Museumsbesuchern zu beachten. Audioguides können aus Hygienegründen im Moment nicht ausgeliehen werden. Auch die Touchscreens bleiben bis auf Weiteres ausgeschaltet.

Für alle Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit zur Verfügung.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet neben der Ausstellung „Betrogene Hoffnungen“, die sich mit allen Facetten des Lebens in Düren zwischen 1919 und 1929 beschäftigt und die nur noch für wenige Wochen zu sehen ist, auch die im Oktober 2020 eröffnete Sonderausstellung „Von Brauern und Wirten – Dürener Biergeschichte(n)“, die aufgrund des im November 2020 verhängten Lockdowns bislang nur eine Woche lang zu sehen war. Der Eintritt ins Museum ist kostenlos.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich auf Ihren Besuch!