Aktuelles

Da das Interesse am 21. Oktober so groß war und leider die Personenkapazität des Veranstaltungsraums überstieg, hat sich der Referent Axel Leroy freundlicherweise dazu bereit erklärt, seinen Vortrag ein weiteres Mal zu halten.

Als im Jahr 2017 Bernd Hahne Axel Leroy und Marco Keppa die Idee nahe legte, das Dürener Theater mal dreidimensional zu rekonstruieren, ahnten letztere nicht, dass die Umsetzung dieser Idee zwei Jahre Recherche und Planung erfordern würde und rund 1,5 Mio. Einzelflächen digital zusammen geführt werden mussten.

Die Zerstörung von Düren hatte auch die Zerstörung von allen im Bauamt gelegen Bauzeichnungen zur Folge. So begann eine aufwendige Spurensuche.

  • Wo lag das Stadttheater?
  • Die Geschichte des edlen Spenders Eberhard Hoesch
  • Welche Daten stehen für die Rekonstruktion zur Verfügung?
  • Die vier Funktionseinheiten: das Bühnenhaus, der Zuschauerraum, der Techniktrakt, der Menschentrakt.

Auf Grund der dreidimensionalen Rekonstruktion ist es möglich, durch das Objekt zu gehen und Einblicke zu erlangen, von denen es keine Fotografien gibt.

Der Rundgang:

Wir betreten das Gebäude durch die drei möglichen Eingänge und folgen den Besuchern auf dem Weg durch das Objekt bis an ihre Sitzplätze. Dabei zeigen die wenigen Originalfotos an entsprechenden Stellen, wie es wirklich aussah. Diese Pracht und das Farbenspiel des Zuschauerraumes sind leider nur schriftlich überliefert und können bildlich nicht dargestellt werden, aber die wenigen Aufnahmen in schwarz-weiß lassen erahnen, warum Zeitgenossen ins Schwärmen gerieten, als sie dieses Gebäude erstmals betraten.

Geschichten zu der innovativen Technik des Hauses und Geschichten aus der damaligen Zeit rund um das Theater runden die Besichtigung ab.

Eine vorherige Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht notwendig. Bitte beachten Sie aber, dass nur eine begrenzte Personenanzahl zugelassen ist. Es gilt die 3G-Regelung sowie die Maskenpflicht in den Innenräumen des Museums.

Bitte halten Sie ein Impfzertifikat, einen aktuellen Corona-Test (nicht älter als 48 Stunden) oder ein Genesenen-Zertifikat bereit.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Auch in den diesjährigen Herbstferien hat sich das Stadtmuseum wieder mit zwei Veranstaltungen an der VHS-Entdeckerwoche beteiligt. Dank der großen Nachfrage waren die beide Workshops sehr schnell ausgebucht.

Im Workshop "Batik" konnten Kinder und Jugendliche unter fachkundiger Anleitung verschiedene Kleidungsstücke wie auch Kopfkissen oder Turnbeutel kreativ einfärben. Von den bunten Ergebnissen waren anschließend Alt und Jung gleichermaßen begeistert.

Ebenso groß war die Freude beim Workshop "Weckmänner backen". Hier hatten die jungen Teilnehmer*innen die Möglichkeit ihre eigenen Backwerke zu formen und individuell zu gestalten. So entstanden eine Reihe von leckeren Unikaten!

Am 31. Oktober 2021 um 11 Uhr lädt das Stadtmuseum alle Interessierten zu einer kostenlosen, öffentlichen Führung durch die Ausstellungen "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt", "Och, wat wor dat fröher schön...Das alte Düren im Modell" sowie "Von Brauern und Wirten - Dürener Biergeschichte(n)" ein.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich unter 02421-121 59 25 oder info@stadtmuseumdueren.de für die Führung anmelden. Die Teilnahme an der Führung ist wie immer kostenfrei. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist obligatorisch. Es gilt die 3G-Regel.

Das Stadtmuseum konnte wieder einmal Gäste aus ganz Deutschland begrüßen: Am 2. Oktober hielt die „Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur e.V.“ ihre Jahrestagung in Düren ab. Neben der obligatorischen Mitgliederversammlung und einer Exkursion zu den Tagebauen stand am Samstag eine Fachtagung im Stadtmuseum auf dem Programm. Zu Beginn wurden die Teilnehmer der Veranstaltung vom Dürener Bürgermeister Frank Peter Ullrich sowie dem Vorsitzenden des Trägervereins Bernd Hahne willkommen geheißen.

Die Georg-Agricola-Gesellschaft (GAG) wurde 1926 im Zusammenhang mit der Neuübersetzung des Werkes „De re metallica“ von Georgius Agricola (1556) gegründet. Bereits damals engagierte sie sich zusammen mit dem Verein Deutscher Ingenieure, dem Deutschen Museum München und dem Bund Deutscher Heimatschutz bei der Erfassung und Dokumentation „Technischer Kulturdenkmale“ in Deutschland. Seit den 1950er Jahren wandelte sich die GAG zunächst in eine Fördergesellschaft für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik. Im Rahmen des strukturellen Wandels innerhalb der deutschen wissenschafts- und technikhistorischen Gesellschaften konzentrierte sie sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts dann zunehmend auf die Schwerpunkte Technikgeschichte, Industriearchäologie und Industriekultur.

Im April 1975 endet der Vietnamkrieg mit der Einnahme Saigons durch den Vietcong und dem Abzug der amerikanischen Soldaten zugunsten von Nordvietnam. Mit dem Sieg der Kommunisten beginnt eine Hatz auf potentielle „Feinde“: Mitarbeiter der früheren südvietnamesischen Regierung, Angehörige der Armee und sogenannte Kapitalisten. Wer immer ihnen verdächtig erscheint, schicken die neuen Machthaber in ihre „Umerziehungslager“. Viele überleben diese Prozedur nicht. Ab 1978 verstaatlicht die neue Regierung zudem wichtige Wirtschaftszweige und überführt Privatbetriebe in Kooperativen, um sich von der Öffnung der Volksrepublik China für den Kapitalismus abzusetzen und den wachsenden Einfluss erfolgreicher Unternehmer einzudämmen.

Die Folge: Etwa 1,5 Millionen Vietnamesen fliehen mit Booten über das Südchinesische Meer. Mehr als 10.000 von ihnen können im Laufe der Jahre durch die "Cap Anamur" gerettet werden. Der Frachter, der im Rahmen des von Rupert Neudeck ins Leben gerufene Projekt "Ein Schiff für Vietnam" zum Hospitalschiff umgebaut worden ist, wird zum Symbol für die vielen Hilfs- und Spendenaktionen, die in der Bundesrepublik Deutschland entstehen. Auch die Dürener Bevölkerung nimmt großen Anteil am Schicksal der sogenannten "Boat People". Gemeinsam mit dem Diözesan-Caritas-Verband des Bistums Aachen sorgen sie u. a. dafür, dass in Wenau bei Langerwehe sechs vietnamesische Familien aufgenommen werden können, die ein neues Zuhause im Kreis Düren finden.

Mehr zum Schicksal der "Boat People" und viele weitere spannende Objekte und Geschichten rund um das Thema Migration finden Sie in unserer neuen Ausstellung "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt", die immer sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen ist.

Seit dem 3. und 5. September sind die beiden neuen Ausstellungen des Stadtmuseums offiziell eröffnet.

Die Sonderausstellung "Och, wat wor dat fröher schön... Das alte Düren im Modell" sowie die Ausstellung "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt" können nun jeweils sonntags von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Gemäß der geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ist der Museumszutritt nur mit 3G-Nachweis (getestet, genesen, geimpft) möglich.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen des Stadtmuseums finden Sie hier.