Aktuelles

Auch, wenn das Stadttheater heute leider nicht mehr existiert, so fasziniert es weiterhin generationsübergreifend die Dürener Bevölkerung. Das große Interesse an dem Vortrag "Das Stadttheater Düren - eine Rekonstruktion" von Axel Leroy machte dies sehr deutlich. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, hatte sich der Referent freundlicherweise direkt bereit erklärt, seinen Vortrag an zwei Terminen zu halten.

Die umfangreichen Arbeiten an der dreidimensionalen Rekonstruktion des repräsentativen Gebäudes erforderten zwei Jahre Recherche und Planung. Rund 1,5 Mio. Einzelflächen mussten digital zusammengeführt werden. Das beeindruckende Ergebnis von Axel Leroy und Marco Keppa wird im selbstproduzierten Film sichtbar. Schauen Sie selbst!

Auch in den diesjährigen Herbstferien hat sich das Stadtmuseum wieder mit zwei Veranstaltungen an der VHS-Entdeckerwoche beteiligt. Dank der großen Nachfrage waren die beide Workshops sehr schnell ausgebucht.

Im Workshop "Batik" konnten Kinder und Jugendliche unter fachkundiger Anleitung verschiedene Kleidungsstücke wie auch Kopfkissen oder Turnbeutel kreativ einfärben. Von den bunten Ergebnissen waren anschließend Alt und Jung gleichermaßen begeistert.

Ebenso groß war die Freude beim Workshop "Weckmänner backen". Hier hatten die jungen Teilnehmer*innen die Möglichkeit ihre eigenen Backwerke zu formen und individuell zu gestalten. So entstanden eine Reihe von leckeren Unikaten!

Das Stadtmuseum konnte wieder einmal Gäste aus ganz Deutschland begrüßen: Am 2. Oktober hielt die „Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur e.V.“ ihre Jahrestagung in Düren ab. Neben der obligatorischen Mitgliederversammlung und einer Exkursion zu den Tagebauen stand am Samstag eine Fachtagung im Stadtmuseum auf dem Programm. Zu Beginn wurden die Teilnehmer der Veranstaltung vom Dürener Bürgermeister Frank Peter Ullrich sowie dem Vorsitzenden des Trägervereins Bernd Hahne willkommen geheißen.

Die Georg-Agricola-Gesellschaft (GAG) wurde 1926 im Zusammenhang mit der Neuübersetzung des Werkes „De re metallica“ von Georgius Agricola (1556) gegründet. Bereits damals engagierte sie sich zusammen mit dem Verein Deutscher Ingenieure, dem Deutschen Museum München und dem Bund Deutscher Heimatschutz bei der Erfassung und Dokumentation „Technischer Kulturdenkmale“ in Deutschland. Seit den 1950er Jahren wandelte sich die GAG zunächst in eine Fördergesellschaft für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik. Im Rahmen des strukturellen Wandels innerhalb der deutschen wissenschafts- und technikhistorischen Gesellschaften konzentrierte sie sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts dann zunehmend auf die Schwerpunkte Technikgeschichte, Industriearchäologie und Industriekultur.

Im April 1975 endet der Vietnamkrieg mit der Einnahme Saigons durch den Vietcong und dem Abzug der amerikanischen Soldaten zugunsten von Nordvietnam. Mit dem Sieg der Kommunisten beginnt eine Hatz auf potentielle „Feinde“: Mitarbeiter der früheren südvietnamesischen Regierung, Angehörige der Armee und sogenannte Kapitalisten. Wer immer ihnen verdächtig erscheint, schicken die neuen Machthaber in ihre „Umerziehungslager“. Viele überleben diese Prozedur nicht. Ab 1978 verstaatlicht die neue Regierung zudem wichtige Wirtschaftszweige und überführt Privatbetriebe in Kooperativen, um sich von der Öffnung der Volksrepublik China für den Kapitalismus abzusetzen und den wachsenden Einfluss erfolgreicher Unternehmer einzudämmen.

Die Folge: Etwa 1,5 Millionen Vietnamesen fliehen mit Booten über das Südchinesische Meer. Mehr als 10.000 von ihnen können im Laufe der Jahre durch die "Cap Anamur" gerettet werden. Der Frachter, der im Rahmen des von Rupert Neudeck ins Leben gerufene Projekt "Ein Schiff für Vietnam" zum Hospitalschiff umgebaut worden ist, wird zum Symbol für die vielen Hilfs- und Spendenaktionen, die in der Bundesrepublik Deutschland entstehen. Auch die Dürener Bevölkerung nimmt großen Anteil am Schicksal der sogenannten "Boat People". Gemeinsam mit dem Diözesan-Caritas-Verband des Bistums Aachen sorgen sie u. a. dafür, dass in Wenau bei Langerwehe sechs vietnamesische Familien aufgenommen werden können, die ein neues Zuhause im Kreis Düren finden.

Mehr zum Schicksal der "Boat People" und viele weitere spannende Objekte und Geschichten rund um das Thema Migration finden Sie in unserer neuen Ausstellung "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt", die immer sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen ist.

Seit dem 3. und 5. September sind die beiden neuen Ausstellungen des Stadtmuseums offiziell eröffnet.

Die Sonderausstellung "Och, wat wor dat fröher schön... Das alte Düren im Modell" sowie die Ausstellung "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt" können nun jeweils sonntags von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Gemäß der geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ist der Museumszutritt nur mit 3G-Nachweis (getestet, genesen, geimpft) möglich.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen des Stadtmuseums finden Sie hier.

Das „Spuren“-Heft 42 ist frisch aus der Druckerei gekommen, d.h. die Exemplare sind nun an allen üblichen Auslagestellen zu finden.

Titelthema ist ein Beitrag von Peter Gasper, in dem er die Gefangenschaft seines Vaters in bewegenden Worten und mit eindrucksvollen Zeichnungen darstellt. Bernd Hahne lüftet ein wenig das Geheimnis um das „Cantulia-Männchen“ im Dürener Stadtpark und Josef Winthagen und Anne Krings werfen einen Blick auf die kommende Ausstellung mit Modellen untergegangener Dürener Gebäude. Das Angebot an kommenden Stadtrundgängen und der Bericht aus dem Stadtmuseum runden das Heft ab, das wie immer kostenlos an zahlreichen Stellen zur Mitnahme ausliegt.